Religionsunterricht an der Grundschule Wiesenfeld

Laut Schulgesetz haben Sie das Recht zu entscheiden, ob Ihr Kind am evangelischen Religionsunterricht, am katholischen Religionsunterricht oder am Philosophieunterricht teilnehmen soll. Derzeit gibt es ebenfalls noch die Möglichkeit den Islamunterricht zu wählen. Dieser findet derzeit außerhalb der Schulzeit statt.

 

Evangelische Religion

 

Themenbereiche

I. Menschen vor Gott
II. Feste
III. Schöpfung/Leben
IV. Frieden
V. Sich selbst in der Gemeinschaft erfahre

 

I. Menschen vor Gott

1. Noah: Ein Mensch erfährt Gottes Hilfe in einer Zeit großer Not
2. Abraham: Ein Mensch vertraut sich Gottes Fürsorge an
3. Joseph: Ein Mensch macht gute Erfahrungen mit Gott
4. Mose: Ein Mensch gibt nicht auf - Gott ist bei ihm
5. Jesus: Ein Mensch steht in einmaliger Nähe zu Gott
6. Jesus: Ein Mensch lebt unter den Bedingungen seiner Mitwelt sein besonderes Leben mit Gott 7. Die Bibel: Menschen schreiben ihre Erfahrungen mit Gott auf - eine Schriftensammlung wird zur Heiligen Schrift.

II. Feste

8. Christen feiern Feste - sie loben und danken in der Gemeinschaft: Weihnachten, Passion, Ostern, Pfingsten
9. Feste im Jahresrhythmus prägen menschliches Leben
10.Evangelische Christen erinnern sich an Ursprung und Auswirkungen der Reformation.

 

III. Schöpfung/Leben

11. Den Menschen ist Gottes Schöpfung anvertraut: Leben/Lebensraum 
12. Menschen können mit der verführerischen Macht des Geldes verantwortungsvoll   umgehen
13. Menschen deuten Anfang und Ende ihres Lebens als Gottes Willen.

 

IV. Frieden

14. Menschen sind der Gewalt ausgesetzt und müssen sich ihrer erwehren
15. Vorbilder ermutigen zu christlichem Handeln
16. Menschen in der Diakonie tragen durch liebendes Helfen zum sozialen Frieden bei
17. Menschen begegnen dem/den Fremden und lernen sich dadurch selbst besser   kennen.

 

V. Sich selbst in der Gemeinschaft erfahren

18. Ich und Wir, Wir und Ich: Menschen finden in der Gemeinschaft ihren eigenen Platz
19. Menschen erleben Angst und können sich trotzdem geborgen fühlen
20. Menschen werden schuldig und erfahren in der Vergebung einen Neuanfang
21. Menschen leben mit Abschied, Schmerz und Trauer.

 Gottesdienste/ Themen

 

Katholische Religion

 

1. Familie/Schule

Familie und Schule als prägende Räume der Lebenswelt erfassen, annehmen und mitgestalten

2. Person/Gesellschaft

Die Wechselbeziehungen zwischen Person, Familie und Gesellschaft im Horizont der christlichen Botschaft und ihres Anspruchs wahrnehmen

3. Fest

Feiern in Familie, Schule und Gemeinde als einen gemeinschafts- und sinnstiftenden Akt erleben, erfahren und mitgestalten

4. Symbolverständnis

Offen werden für überlieferte Ausdrucksformen von Religion und Religionen, so auch der biblischen Traditionen und Erschließung heutiger Formen verschlüsselter Aussagen

5. Sprachverständnis

Sensibel sein für das differenzierte Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit, Sprache und Wahrheit, Sprache und Erfahrung

6. Welt der Bibel

Leben, Wirken und Überlieferung der Menschen in Israel damals und heute als aus dem Glauben gedeutete Geschichte und Erfahrung mit Gott verstehen lernen

7. Jesus der Christus

Das Geheimnis Jesu von Nazareth als Quelle und Maßstab christlichen Glaubens und Handelns erkennen

8. Gott

Die Frage nach dem Geheimnis Gottes, nach den Formen der Gotteserfahrung und nach der Problematik des Sprechens von Gott stellen und verstehen lernen

9. Schöpfung

Sensibel sein für die Schönheit und Endlichkeit der Schöpfung und die Verantwortung für sie im eigenen Verhalten verwirklichen

10. Religionen/Konfessionen

Offenheit für das Göttliche als eine Grundveranlagung des Menschen begreifen und Dialogfähigkeit mit Menschen anderer Religionen und Konfessionen entwickeln

11. Kirche

Die Fähigkeit entwickeln, die eigene Kirche als eine Gemeinschaft wahrnehmen zu können, die aus dem bleibenden Impuls des christlichen Glaubens in den verschiedenen Epochen und Kulturen und den in ihr wirkenden Menschen je konkret Gestalt gewinnt

12. Gebet/Gottesdienst/Sakrament

Aufmerksam werden darauf, dass der Glaube in der Gestaltung des persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens besonderer sprachlicher Ausdrucksformen und symbolischer Handlungen bedarf, um zu wachsen

 

Philosophieunterricht

 

Übersicht der Themen für den Unterricht in der Eingangsphase:

 

Was weiß ich, und woher weiß ich etwas? Gegenstände und Quellen des Wissens

Was ist wahr, was ist falsch? Wahrheit, Irrtum und Unwahrheit

Gedanken und Gefühle

Warum sollte man mutig oder tapfer sein?

Warum wollen wir glücklich sein?

Wozu brauchen wir Regeln?

Was ist gerecht? Was ist ungerecht?

Alleinsein und Behütetsein

Wünsche und Hoffnungen

Wer bin ich?

Meine Beziehung zu anderen

Ich und mein Tier

 

Übersicht der Themen für den Unterricht in denJahrgangsstufen 3 und 4:

 

Welt und Universum als Gegenstand unseres Nachdenkens

Was ist die Zeit?

Funktion und Bedeutung von Sprache und Zeichen

Mit Freunden umgehen

Mit der Familie umgehen

Wahrheit und Lüge

Mit der Natur/mit Tieren umgehen

Was sind Rechte und wozu dienen sie?

Leben und Tod

Fragen nach Gott

Was ist der Sinn meines Lebens?

Worauf habe ich Einfluss, worauf nicht?

Die Frage nach mir selbst

Ich und die anderen

Menschen und nicht-menschliche Tiere

 

 

Islamunterricht

 

Es handelt sich bei dem Islamunterricht um ein freiwilliges Angebot. Die Entscheidung darüber, ob ein Kind an dem Unterricht teilnimmt, liegt bei den Eltern.

Der Unterricht ist darauf ausgerichtet, interessierten Schülerinnen und Schülern mit dem Grundverständnis des Islam vertraut zu machen. Er trägt damit zur Werteerziehung der Kinder bei und leistet einen notwendigen Beitrag zur Erziehung und Bildung der Schülerinnen und Schüler in der Grundschule.

Der Islamunterricht beschäftigt sich mit den existenziellen Fragen des Menschen nach dem Woher und Wohin, nach Sinn und Ziel menschlichen Seins. Im Zentrum des Islam steht der Glaube an Gott (Allah) und die Beziehung zwischen Gott (Allah) und den Menschen sowie zwischen Gott (Allah) und der gesamten Schöpfung, wie sie im Koran und in der Prophetentradition zum Ausdruck gebracht werden.

 Die Schülerinnen und Schüler sollen sich altersgemäß mit dem Glauben, den schriftlichen

Zeugnissen, der Tradition und dem Brauchtum sowie der jeweiligen Entstehungs- und Wirkungsgeschichte auseinandersetzen. Aufgabe des Islamunterrichts ist es, Glauben und Glaubenspraxis mit der konkreten Lebenswirklichkeit und den Lebenserfahrungen der Schülerinnen und Schüler zusammenzuführen, sodass sie sich wechselseitig erschließen und erklären (Korrelationsprinzip); das schließt eine blinde Übernahme und unreflektierte Imitation traditioneller Formen der Glaubenspraxis aus und bedeutet eine Auseinandersetzung mit den mündlichen und schriftlichen Überlieferungen. Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler zu einer mündigen Glaubensentscheidung und zu einsichtigem und eigenverantwortlichem Handeln in unserer Gesellschaft geführt werden.

Der Islamunterricht hat die Aufgabe, die Vielfalt der religiösen Orientierungen im Unterricht abzubilden. Das schließt eine Hinführung der Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten konfessionell gebundenen Islamverständnis aus. Die Pluralität der Glaubensorientierungen innerhalb des Islam muss ebenso respektiert werden wie die Pluralität der religiösen Anschauungen insgesamt. Der Unterricht zielt damit ausdrücklich auch auf interreligiöses und interkulturelles Lernen. Durch die Förderung einer identitätsstiftenden Dialogfähigkeit trägt der Unterricht dazu bei, religiös anders orientierten Menschen mit Achtung und Respekt zu begegnen.

In einem kulturell vielfältigen, von unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen geprägten Umfeld ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Religion ein Beitrag zur Persönlichkeitsbildung und religiösen Identitätsfindung, sie ist zugleich Voraussetzung für das Verständnis und den Respekt gegenüber Angehörigen anderer Religionen und Weltanschauungen. Toleranz gegenüber den unterschiedlichen Traditionen im Islam und verwandten Glaubensgemeinschaften wie auch gegenüber Angehörigen anderer Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sollen im Islamunterricht gefördert werden.

Es ist Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer, unterschiedliche Sichtweisen bei den Schülerinnen und Schülern zuzulassen und auch stehen zu lassen. Dabei übernehmen die Lehrerinnen und Lehrer eine Vorbildrolle in der Erziehung zu Respekt und Toleranz gegenüber Andersdenkenden.

 

Themen:

Ich und meine Gemeinschaft

Islamische Ethik

Prophetengeschichten

Der Prophet Muhammad

Der Koran

Die Grundlagen des Islam

 

Weitere Informationen unter: https://lehrplan.lernnetz.de/index.php?DownloadID=14