Geschichte der Schule

 

Die Region Glinde-Wiesenfeld war bis zum Beginn des 2. Weltkrieges 1939 eine um das Gut Glinde landwirtschaftlich genutzte Fläche. Die Einwohnerzahl von etwa 500 im Jahre 1932 für ganz Glinde mag dies verdeutlichen.

Während des Krieges errichteten die damaligen Kruppwerke Barracken im Lager Wiesenfeld, in denen die in der Industrie tätigen Kriegsgefangenen „lebten“.

In den ersten Nachkriegsjahren wurden die Barracken von Heimatvertriebenen bewohnt. Erst danach erfolgte der erste Wohnungsbau in Wiesenfeld, zusammen mit diesem wurde auch ein Ladenzentrum in diesem Ortsteil errichtet.

1948 hatte Glinde inzwischen über 5000 Einwohner, im Zusammenhang mit dem gemeinnützigen Wohnungsbau stieg die Einwohnerzahl zu Beginn der 60er Jahre auf etwa 2500 allein in Wiesenfeld.

Seit dem Jahr 1898 gingen die Glinder Kinder in die Schule an der Möllner Landstraße, die im Jahr 1937 vierklassig war. 1939 wurde die Volksschule am Tannenweg mit zunächst 8 Klassen und Turnhalle eingeweiht.

Seit 1961/62 forderten die Eltern die Errichtung einer Schule in Wiesenfeld, da der Weg zur Grund- und Hauptschule am Tannenweg für die Kinder zu weit und zu gefährlich war.

Die Planung einer Schule am Standort Wiesenfeld gestaltete sich zunächst als schwierig, da es Bedenken seitens des geologischen Amtes in Kiel wegen der Bodenverhältnisse (Endmoräne – Moor) gab. Dennoch gelang es bis 1965 die Vorarbeiten unter Leitung von Bürgermeister Herbert Rübner und Bürgervorsteher Arthur Christiansen abzuschließen. Der Gewinner des Architektenwettbewerbes, Herr Monica aus Travemünde, wurde beauftragt, mit dem 1. Bauabschnitt zu beginnen.

 

Am 1.11.1967 konnten die ersten Räume der Grundschule Glinde-Wiesenfeld bezogen werden. Die Schule verfügte zunächst über 8 Klassenräume, einen Verwaltungstrakt und eine Hausmeisterwohnung. Sie gehörte als Außenstelle zur Grund- und Hauptschule Tannenweg. Der dortige Rektor Herr Ziems ordnete den Konrektor A. Christiansen und vier weitere Kolleginnen zum Dienst an die Grundschule Glinde-Wiesenfeld ab. Hausmeister war von Beginn an Lothar Olszewski.

In den folgenden Jahren nahm die Schülerzahl beständig zu und die neue Grundschule wurde im Schuljahr 1971/72 mit 8 Klassen zweizügig.

Im Februar 1972 wurde unsere Schule selbstständig und erhielt den Namen Grundschule Glinde-Wiesenfeld in Glinde. Der Konrektor Arthur Christiansen wurde zum Schulleiter gewählt, Frau Schütt wurde von der Gemeinde Glinde mit 12 Stunden wöchentlich der Grundschule als Sekretärin zugewiesen.

Im Juni 1972 wurde die neue Gymnastikhalle in Betrieb genommen.

Im Jahr 1974 wurde die Lehrerin Frau Fragemann stundenweise beschäftigt, um den Kindern von Gastarbeitern und Umsiedlern zusätzlichen Deutschunterricht zu erteilen.

Die Gemeinde Glinde unterstützte weiterhin die Bemühungen des portugiesischen Konsulates in Hamburg, den portugiesischen Kindern nachmittags zusätzlich muttersprachlichen Unterricht zu erteilen, um einer Entwurzelung vorzubeugen. Herr Jaoa da Costa wurde für den Unterricht an drei Nachmittagen vom Schulamt vergütet.

 

1993 Ein neues Schulgebäude entsteht

 

Durch Gründung der Haupt- und Realschule, des Gymnasiums am Schulzentrum Oher Weg und der Gesamtschule in Wiesenfeld wurde ein Neubau der Grundschule erforderlich.

Die neue Grundschule sollte in ihren ursprünglichen Plänen im Vergleich zu der heutigen Schule vier Gruppenräume weniger, keinen Musikraum, keinen Werkraum sowie weder Lehrmittel- noch Kopierraum und auch kein Sekretariat haben.

Heute unvorstellbar, aber Gott sei Dank waren die Glinder Stadtvertreter hartnäckig und forderten erfolgreich eine Nachbesserung der vom Ministerium genehmigten Räumlichkeiten.

Nach zweijähriger Bauzeit und einiger Verzögerung konnte im Juni 1998 die Grundschule Wiesenfeld ihr neues Gebäude beziehen.

 

Die Überschrift in der Zeitung lautete:

 

Geheimnisse des Neubaus ergründen

 

Wie bei jedem Neubau gab es einige Besonderheiten, die sich nicht jedem Nutzer auf Anhieb erschlossen.

Schulleiter Gustav Regel: Warum zum Beispiel haben die Räume, die nach Norden gehen, Jalousien, diejenigen, in die die Sonne scheint, aber keine? Warum stoppt der Türstopper nicht die Tür, sondern verschwindet in der Wand, und warum lassen sich die Toilettentüren nicht öffnen?

Gut, dass unser neues Schulgebäude dennoch in Betrieb genommen wurde und nicht auf die Beseitigung aller Mängel gewartet wurde. Die von Beginn an nicht schließende Tür im Lehrerzimmer wurde übrigens erst vor zwei Jahren in Stand gesetzt. 

 Eine Fotostrecke

 

Schule heute...